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Lehm – Untergründe und Anwendungen!

Das schönste Design und die aufwändigste Arbeit sind umsonst, wenn die Vorbereitung des Untergrundes nicht ordnungsgemäß erfolgt. Daher muss man diesem Teil der Arbeit besondere Aufmerksamkeit schenken.

Moderne Maschinentechnik!
Lehmgrundputze lassen sich maschinell oder von Hand ein- oder zweilagig auftragen. Entscheidend ist hier die Schichtstärke. Zum Überputzen von Wandheizungen hat sich Lehm in den letzten Jahren bestens bewährt. Die meisten Mauerwerke lassen sich dabei ohne Vorbehandlung direkt überputzen. Schichtstärken zwischen 12 und 15 mm sind dabei die Regel.

Traditionelle Handwerkskunst!
Dekorputze werden je nach gewünschtem Ergebnis ein- oder zweilagig und auch ein- oder mehrfarbig angewendet. Die handwerkliche, individuelle Ausführung verleiht den Dekorputzen die unverwechselbare Charakteristik. Besonders die Mehrfarbigkeit, die bei LESANDO-Produkten jedoch nur in einem einzigen Arbeitsgang erzielt wird, zaubert ein besonderes Flair in die eigenen vier Wände und wird gerne auch als „Toscana-Effekt“ bezeichnet.

Je nach Putzsystem werden die Farbtöne mit der Lasurbürste oder der Traufel aufgebracht und im nassen Zustand an der Fläche „ineinander gearbeitet“. Bei so aufgebrachten Spachtelputzen lässt sich die Oberfläche verbürsten, mit dem Schwamm bearbeitet, glätten oder rustikal strukturieren. Abschließend kann zudem mit dem Naturwachs FINO nicht nur ein natürlicher Schutz der Oberfläche erzeugt werden, sonders es besteht sogar die Möglichkeit, das Wachs selbst einzufärben und die Farbmöglichkeiten damit nochmals ins Unendliche wachsen zu lassen.

Auf die Basis kommt es an!
Dekorputze werden im Normalfall in einer Schichtstärke von 0,1 mm (z.B. Lehmstreichputz FURIOSO) bis zu 2 mm (z.B. Lehmspachtelputz CAPRICCIO) aufgetragen und stellen daher gewisse Anforderung an die Ebenheit des Untergrundes. Von mindestens der gleichen Bedeutung ist aber die gleichmäßige Saugfähigkeit. Unterschiedliches Saugverhalten kann dazu führen, dass es zu Farbveränderungen während des Trocknungsprozesses kommt, wie neben stehendes Foto zeigt. Hier muss erwähnt werden, dass es sich dabei nicht etwa um eine Lehmbeschichtung handelt, sondern um konventionelle Anstriche auf Dispersionsbasis.

Daher ist es für alle dünnschichtigen Beschichtungen erforderlich, die unterschiedlichen Saugfähigkeiten anzugleichen. LESANDO schafft das durch die Putzgrundierung PRELUDIO, die weiß eingefärbt ist und somit auch eine optische Kontrollmöglichkeit zulässt. Vor den eigentlichen Dekorputzen muss also ein so genanntes „flächeneinheitliches Bild“ vorliegen, das keine sichtbaren Unterschiede im Untergrund mehr zeigt.

Es geht also mittlerweile nicht mehr allein um die Herstellung ausreichender Haftung zwischen Untergrund und Putz (die ursprüngliche Hauptaufgabe von Putzgrundierungen), sondern mittlerweile mehr und mehr um das Herstellen gleichmäßiger Untergründe. Eine gar nicht so leichte Aufgabe bei der unüberschaubaren Vielfalt an verschiedenen Untergründen.