-->
Bitte aktivieren Sie JavaScript, um den vollen Funktionsumfang der Seite nutzen zu können!

Lehmfarbe: Untergründe und Anwendungen

Die Wandfarbe auf Lehmbasis kann grundsätzlich auf allen trockenen, staub- und fettfreien Untergründen mit der Lasurbürste aufgestrichen oder mit der Farbwalze aufgerollt werden. Wie andere Dekoroberflächen auch gilt aber gerade die Lehmfarbe als „bestandsfolgend“, d.h. auch wenn die Naturfarbe eine gute Farbsättigung hat, können fehlerhafte Untergründe, die Löcher, Spachtelgrade o. dgl. aufweisen, nicht durch den Farbauftrag „verfüllt“ werden. Entscheidend für den Erfolg des Gestaltungsprojektes ist also nicht allein der Farbauftrag. Mindestens genauso wichtig ist die Vorbereitung des Untergrundes.

Bei Renovierungen müssen Löcher und Schadstellen zugespachtelt und nach dem Trocknen glattgeschliffen werden. Loses Material muss von der Wand gefegt werden.

Für Trockenbauwände gilt die „Qualitätsstufe 3“ als Mindestanforderung. Das bedeutet, dass die Fugen zweimal gespachtelt und geschliffen werden müssen.

Für alle Gestaltungen gilt: Die Lehmfarbe ist beliebig oft überarbeitbar.

Lehmfarbe auf Lehmgrundputz
Für den konsequenten Wandaufbau in Lehm ist ein weiterer Anwendungsfall klassisch: Lehmfarbe Bravo® auf Lehmgrundputz (z.B. von maxit Typ ip 333 oder ip 334). Hier werden die Vorteile der Lehmfarbe besonders deutlich: Durch den diffusionsoffenen Anstrich kann der Lehmgrundputz das Raumklima nachhaltig beeinflussen. Hier gilt es insbesondere darauf zu achten, dass der Grundputz vor dem Streichen vollständig durchgetrocknet ist! Zudem rieseln Lehmgrundputze häufig noch ab. Deshalb sollten vor dem Anstrich die losen Teile mit dem Handfeger abgenommen werden. Weil Lehmgrundputze häufig stark saugen und - bedingt durch die Färbung des Tons - eine starke Eigenfärbung aufweisen, kann der erste Anstrich mit Bravo® im Vollton Weiß als Grundieranstrich gelten.