-->
Bitte aktivieren Sie JavaScript, um den vollen Funktionsumfang der Seite nutzen zu können!

Warum Lehm für Farbe?

Jede Wandfarbe beinhaltet Komponenten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die folgende Gegenüberstellung vergleicht Inhaltsstoffe von herkömmlicher Dispersionsfarbe mit der Lehmfarbe Bravo® anhand ihrer Funktionen.

Funktion Komponenten
Dispersionsfarbe
Komponenten
Bravo® Lehmfarbe
Bindemittel
(zur Haftung)
Kunst- bzw. Naturharze Tonmehle,
Pflanzenstärke,
natürliche Zellulose
Lösemittel versch. Additive z.B.
Terpene, Ethanol etc.
Füllstoffe
(Deckkraft,
Farbsättigung)
versch. Granulate Kreide,
Marmorgranulat,
Tonmehle
Farbgebung Pigmente Pigmente, Tonmehle
Flüssigmedium Wasser Wasser
Additive Weichmacher,
Pestizide,
Konservierungsstoffe

 

Der Begriff „Dispersionsfarbe“ umfasst die gängigste Art von Wandfarben und bedeutet letztlich nur, dass das Bindemittel (also Kunst- oder Naturharz) im Wasser gelöst ist. Weil (Kunst-) Harze aber normalerweise nicht wasserlöslich sind und um die Verarbeitungseigenschaften dieser Farben zu verbessern, müssen Lösemittel (Terpene, Ethanol…) beigemischt werden. Die Lehmfarbe Bravo® bedarf keinerlei Lösemittel, weil die Inhaltsstoffe sich in Wasser lösen lassen bzw. als winzige Festkörper (z.B. Pigmente) in der angerührten Farbe schweben.

Die Vorteile von Farbe als Trockenpulver
Eine Herausforderung bei der Entwicklung von trockenen Farben und Putzen besteht darin, das angerührte Material (ohne Dispersionen) möglichst lange in der Schwebe zu halten. Das kann dadurch erreicht werden, dass dem Farb- oder Putzgemisch möglichst viele unterschiedliche Korngrößen beigegeben sind. Weiter vermeidet auch das Quellverhalten der natürlichen Zellulose und der Pflanzenstärke ein Absinken der Feststoffe in der angerührten Farbe. So bleiben Füllstoffe und Pigmente bei Bravo® nach der Aufbereitung mit Wasser ca. 3 bis 4 Stunden in der Schwebe. Damit ist die Farbe ohne Einschränkung mindestens genauso lang ohne Aufrühren verarbeitbar, wie konventionelle Dispersionsfarbe.

Durch die trockene Lehmfarbe kann auf Konservierungsstoffe völlig verzichtet werden, ebenso auf Pestizide u. dgl., die nur bei nassen Farben nötig sind. Denn erst durch das Anrühren mit Wasser beginnen die Zersetzungsprozesse der organischen Bestandteile in der Farbe. Die Zersetzung hilft der Lehmfarbe besser und schneller abzubinden. Mit dem Trocknen stoppt die Zersetzung der pflanzlichen Bestandteile der Lehmfarbe.

Die Vorteile von Lehm als Rohstoff zur Farbherstellung
Lehm reguliert die Raumluftfeuchte, wirkt antistatisch, reduziert Schadstoffe in der Raumluft … viele dieser Eigenschaften sind hinlänglich bekannt.

Speziell zur Herstellung einer Wandfarbe eignet sich Lehm (hier in Form von Tonmehlen) in besonderer Art und Weise:

  1. Ton bzw. Lehm hat naturgemäß gute Haftungseigenschaften und ist damit ein natürliches Bindemittel (s.o.)
  2. Gleichzeitig erhöht das Tonmehl den Festkörperanteil einer Farbe und ist damit gleichzeitig Füllstoff.
  3. Schließlich dienen unterschiedlich gefärbte Tonmehle der Farbgebung. Dadurch können Pigmente sparsamer eingesetzt werden. Intensive Farbtöne können deshalb mit Bravo® Lehmfarbe sehr viel wirtschaftlicher angeboten werden, als vergleichbar kräftige Farbtöne auf Dispersionsbasis. Denn Dispersionen selbst sind farblos und müssen mit Pigmenten erst eingefärbt werden. Bravo® wird allein schon mithilfe des Bindemittels Lehm bzw. Tonmehl farbig. Je nach Farbton werden unterschiedliche Tonmehle verwendet, von fast Weiß über Rot bis Anthrazit: Tonmehle gibt es in ca. 1.100 verschiedenen Farbvariationen. Bravo® braucht die verschiedenen Pigmente also nur, um die Grundfarbtöne des jeweiligen Tonmehls zu verstärken und brillanter erscheinen zu lassen.